Harvard University

Die Harvard University ist eine der privaten Hochschulen der USA. Sie liegt an der Ostküste in Cambridge, Massachusetts. Die Gründung erfolgte im Jahre 1636. Damit ist sie die älteste Universität der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Harvard University hat international den Ruf, die beste Universität der Welt zu sein.

Die Universität

Namensgeber, der Harvard University war, John Harvard. Dies war ein englischer Geistlicher, der nach seinem Ableben der Universität seine gesamte Bibliothek und die Hälfte seines Grundbesitzes vererbte. Aus Dankbarkeit wurde die Universität in Harvard University umbenannt. Gegründet wurde die Harvard University als College. 1638 – zwei Jahre nach der Gründung – wurde mit dem Lehrbetrieb begonnen, ein Jahr später erfolgte die Umbenennung in Harvard University.

Der Verwaltungsapparat

Der Harvard University liegt ein riesiger Verwaltungsapparat zugrunde. Für Verwaltung und Politik sind zwei unterschiedliche Institutionen verantwortlich. Die Harvard Corporation managet die Finanzen und trifft Entscheidungen zum politischen und verwaltungstechnischen Ablauf in der Universität. Der Universitätspräsident gehört unter anderem der Harvard Corporation an. Die Aufsicht sämtlicher Aktivitäten der Universität obliegt dem Board of Overseers. Harvard Corporation und Board of Overseers arbeiten eng zusammen. Die Harvard University ist in mehrere eigenständige Institutionen gegliedert. Das ist in den USA durchaus üblich. Die verschiedenen Institutionen sind wirtschaftlich völlig unabhängig voneinander. Bei der Harvard University werden von neun Fakultäten zwölf Schulen und Colleges verwaltet.

Die Weltwirtschaftskrise

Da es sich bei der Harvard University um eine private Hochschule handelt, müssen die finanziellen Mittel durch die Schule selbst aufgebracht werden. Die Studiengebühren, die für einen Studienplatz etwa 47.000 Dollar im Jahr betragen, sind nur ein kleiner Bruchteil dessen, was die Harvard University an finanziellen Mitteln alljährlich benötigt. Der größte Teil des Finanzbedarfs wird über die Gewinne aus dem Stiftungsvermögen abgedeckt. Die Weltwirtschaftskrise im Jahre 2008 ging an der Harvard University nicht spurlos vorbei. Zum Ende des Jahres 2008 war von einem Drittel Verlust die Rede. Daraus folgend wurden Kurse gestrichen und ein Personaleinstellungsstopp verhängt. Das Finanzsystem der Harvard University ist sehr ausgeklügelt. Etwa 200 Bankfachleute kümmern sich um die Finanzen der Universität. Die Harvard University besitzt ein Vermögen von über 20 Milliarden Dollar. Auch nach der Weltwirtschaftskrise bleibt sie damit die reichste Hochschule der Welt. An der Harvard University sind rund 20.000 Studenten in jedem Jahr eingeschrieben. Der größte Teil sind US-Amerikaner mit europäischen Wurzeln. Etwa 4.000 Studenten stammen aus dem Ausland. Hier bilden Asiaten vor Europäern die Mehrheit.

Zulassung an der Harvard University

Die Zulassung, an der Harvard University hat, es in sich. Von den jährlichen Bewerbern schaffen es nur etwa 10 Prozent, die strengen Aufnahmekriterien zu erfüllen. In der ältesten Abteilung der Harvard University, dem Harvard College, kann man den Abschluss Bachelor of Arts und Bachelor of Science erwerben. Wesentliche Einrichtungen der Harvard University sind der Bibliothekskomplex, der der älteste der Vereinigten Staaten ist und über 14 Millionen Exemplare aufweist. Das Arnold Arboretum – ein botanischer Garten, dessen Schwerpunkt auf verholzenden Sträuchern und Bäumen liegt- und das Harvard-College-Observatorium, welches inzwischen zum Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics gehört. Auch im Ausland betreibt die Harvard University Institutionen. So unter anderem in Salzburg als Salzburg Seminar und die Villa I Tatti in Settignano (Italien).

Foto: Jorge Salcedo,Fotolia

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